Rohingya in Myanmar – darf man noch nach Burma reisen?

Warum werden die Rohingya in Myanmar verfolgt? Menschenrechtsverletzungen sind im Rohingya Konflikt an der Tagesordnung, die Verfolgten fliehen nach Bangladesch. Die USA verhängten wegen der in Burma durchgeführten „ethnischen Säuberungen“ gegen die muslimische Minderheit, die von der UN als Völkermord bezeichnet werden, Sanktionen. 


Wer unseren Blog regelmäßig liest, der weiß, dass wir uns durchaus kritisch zu bereisten Ländern äußern und gerne auch auf Missstände aufmerksam machen wollen, die entweder wenig Beachtung finden oder irgendwann einfach in Vergessenheit geraten, wenn das Thema von den Medien entsprechend ausgeschlachtet wurde.

Rohingya in Myanmar

Warum werden die Rohingya in Myanmar verfolgt und was ist ursächlich für den Rohingya Konflikt? 

Über eine Million Menschen mit burmesisch-muslimischer Identität aus Indien und Bengalen, die insbesondere nach der Unabhängigkeit und der offenen Grenzen ab 1948 illegal nach Myanmar kamen, nennen sich Rohingya.

Rohingya in Myanmar Konflikt

Sie leben im Rakhine Staat Myanmar.

Landesweit gibt es mehr als 130 Volksgruppen und noch heute verwehrt man den Rohingya in Myanmar ein Teil davon zu sein.

Warum werden die Rohingya verfolgt?

Die Verfolgung der Rohingya in Myanmar ist keine neue Problematik. Nicht erst seit gestern brodelt der Konflikt in dem buddhistischen Land. Schon 1948, zu Beginn der Unabhängigkeit, verließen zahlreiche Rohingya aufgrund von Unterdrückung das Land.

Die Rohingya werden immer noch als illegale Einwanderer betrachtet und nicht als Bürger Myanmars anerkannt.

Kürzlich eskalierte der Rohingya Konflikt nach einem Angriff auf einen Grenzposten, auf den durch die Regierung gepushte Vertreibungen folgten. Die UN spricht von Menschenrechtsverletzungen und Völkermord, die Presse von einem Massaker. Viele Rohingya flohen nach Bangladesch. Die burmesische Regierung geht gezielt gegen die Rohingya in Myanmar vor, die UN bezeichnet dieses Vorgehen als Genozid.

Ist es nun gefährlich nach Myanmar zu reisen?

Regionen in denen Armut und eine desolate Wirtschaftslage herrscht, gepaart mit nicht ausreichend Bildung können in jedem Land Konfliktherde sein.

Grundsätzlich ist es aufgrund des Rohingya Konflikt für Touristen nicht gefährlich nach Myanmar zu reisen, aufgrund aktueller Ereignisse kann die Lage vor Ort allerdings jederzeit erneut eskalieren und das auswärtige Amt empfiehlt, bestimmte Regionen zu meiden.

Was bedeutet der Rohinhya Konflikt für den Tourismus?

Ist es vertretbar in ein Land zu reisen, in dem eine Minderheit verfolgt wird?

Tourismus und Völkermord. Passt das zusammen?

Grundsätzlich sind wir der Meinung, dass Zeichen gesetzt werden müssen. Ein ganzes Land zu boykottieren, in dem Konflikte aufgrund von wenig Bildung und schlechten Wirtschaftsverhältnissen herrschen, hilft der Bevölkerung und der Weiterentwicklung vermutlich nicht.

Viele Burmesen sind bereits auf den Sattel des Tourismus aufgesprungen, für sie sind die Urlauber und die damit aufkommenden Dienstleistungen ein Ausweg aus der Armut.

Einwirkungen und Sanktionen auf die Politik vermutlich schon. Nicht jeder einzelne Mensch, der als TukTuk-Fahrer vor den Pagoden steht, begeht eine Menschenrechtsverletzung, sondern das Militär.

Ein kurzer Abriss, die Wahrheit über den Rohingya Konflikt lässt sich in seiner Komplexität kaum ergründen. Ob ein Urlaub in Myanmar für dich vertretbar ist, musst du selbst entscheiden.


Wir haben uns trotz des Rohingya Konflikt dazu entschieden, Myanmar zu bereisen. Auf unserer Route durch Myanmar haben wir uns zu jeder Zeit sicher gefühlt. Wenn du zum ersten Mal nach Myanmar reisen möchtest, haben wir einen kleinen Guide für dich erstellt.

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