Müll auf Bali: Darf man die Insel der Götter als Reiseziel überhaupt noch empfehlen?

Müll auf Bali: darf man die Insel der Götter heute noch als Reiseziel empfehlen? Das Bali Müllproblem.

Schlemmen, Surfen und Yoga. Reisfelder, Tempel und Wasserfälle. Und dazwischen jede Menge Müll, Dreck und Abfall. An jeder Ecke streunende und verwahrloste Hunde, überall Mopeds, deren Fahrer gar keinen Führerschein besitzen.


Ich habe lange überlegt, ob ich Beiträge über unsere Indonesien-Reise und insbesondere über das vermüllte Bali veröffentlichen soll. Mit großen Erwartungen haben wir unserem Aufenthalt auf Bali, der der krönende Abschluss unseres Urlaubs in Asien sein sollte, entgegengefiebert. Mit vielen negativen Eindrücken im Gepäck haben wir die Insel wieder verlassen.

Bali hat traumhafte Ecken, wunderschöne Fotospots, es gibt zahlreiche Cafés mit veganem Angebot, Bambusstrohhalmen und Stoffservietten – das ist uns insbesondere in Canggu, dem Mekka für Balis Surferszene, aufgefallen. Auch Ubud hat uns gut gefallen. Ein paar unserer schönen Eindrücke findest du in diesem Beitrag: Highlights in Ubud & Inspirationen für deine Bali Rundreise

Was nicht wegzudiskutieren ist: Bali hat ein riesiges Müllproblem. Der Müll auf Bali ist allgegenwärtig.

Müll auf Bali: Darf man die Insel der Götter als Reiseziel überhaupt noch empfehlen?

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Der Müll auf Bali löst sich nicht in Luft auf, nur weil ich mich als Urlauber vor meiner Reise nach dem saubersten Strand erkundige, dort mein Domizil aufschlage und weiterhin in Plastik eingepackte Melonenscheiben esse, meinen Smoothie mit einem Plastikstrohhalm trinke oder darauf vertraue, dass der Inhaber meines Homestays die großen Wasserkanister schon umweltfreundlich dem nicht vorhandenen Wertstoffsystem zuführen wird.

Bali Müll Problem – was wir erlebt haben

Aber von vorn.

Auf unserer Indonesien-Reise landen wir in Denpasar, die Fahrt bis zum Hafen nach Sanur gleicht einem Horrortrip. Wir sind den asiatischen Verkehr gewöhnt und nur schwer zu schocken. Hier fährt einfach jeder Roller, ohne sich Gedanken darüber zu machen, dass die Karren von der Motorisierung her einem kleinen Motorrad entsprechen.

In Deutschland bräuchten gerade junge Leute einen Führerschein dafür. Der ist für Bali übrigens auch Vorschrift. Hier scheint es den bequemen Europäer aber nicht zu stören, dass im sehr wahrscheinlichen Falle eines Unfalls keine Versicherung für entstandene Schäden aufkommt.

In Sanur angekommen stehen wir bis zu den Knöcheln am Strand im Müll, während die Einheimischen munter im Meer baden und sich nicht daran zu stören scheinen.

Bali und das großem Problem mit dem Müll: Bali Urlaub www.childandcompass.com

Sanur Hafen auf Bali

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Müll auf Bali am Hafen von Sanur

Gut, dass es für uns erst mal weiter Richtung Osten geht. Auf Balis Nachbarinsel Nusa Lembongan haben wir uns für die nächsten Tage eine Bambushütte am Strand gemietet um von dort aus nach Nusa Penida und anschließend auf die Secret Gilis bei Lombok zu gelangen.

Als wir am späten Nachmittag dort eintreffen ist es ruhig. Wir lassen uns das leckere Essen schmecken, den Tag ausklingen und setzen uns gut gelaunt am nächsten Morgen zum Frühstück in eins der am Wasser gelegenen Restaurants.

Müll auf Bali & Nusa Lembongan

Der zweite Bali Kopi bleibt mir allerdings im Hals stecken, dafür braucht er nichtmal Krümel.

Plötzlich kommen Boote in unsere Bucht. Nein, ich korrigiere: riesige Schiffe, völlig überdimensioniert für den niedrigen Wasserstand und die sowieso schon beschädigten Korallen. Voller Chinesen. Die zu hunderten den Strand entern, an uns vorbei rennen und das in einer ohrenbetäubenden Lautstärke.

Bali und das großem Problem mit dem Müll: Bali Urlaub www.childandcompass.com

Morgens am Mushroom Bay auf Nusa Lembongan – Müll auf Bali

Kurze Zeit später kommen sie zurück. Ausgestattet mit Schwimmwesten, um anschließend stundenlang an unserer beschaulichen Bucht Bananenboot und sonstige sinnfreie ‘Wassersportarten’ zu betreiben.

Etwas Genugtuung breitet sich in mir aus, als ich am Nachmittag sehe, dass sich das Boot scheinbar bei Ebbe festgesetzt hat. So ist das, wenn man beim Aussteigen keine nassen Füße bekommen möchte, obwohl man sich keine 10 Minuten später dann doch von der Banane oder dem Donut todesmutig ins seichte Wasser stürzt.

Naja, vielleicht liegt es an der Schwimmweste, die scheint neue Möglichkeiten zu eröffnen.

Overtourism – Müll auf Bali

So schnell wie sie am Morgen gekommen sind, so zügig verlassen sie am Nachmittag die Insel. Nachdem das Schiff mit Leibeskräften von irgendwelchen Helfern wieder ins Wasser geschoben wurde.

Nur den Müll nehmen sie nicht mit. Der wird anschließend vom Personal des Restaurants, in dem wir gefrühstückt haben, eingesammelt.

Was für ein Benehmen – selbst meine zweijährige Tochter weiß, dass Müll, der im Sand liegt, nicht dort hin gehört, sondern in ein entsprechendes Behältnis.

Sustainability und so.

Bali und das großem Problem mit dem Müll: Bali Urlaub www.childandcompass.com

Entertainment- Plattform zwischen Nusa Lembongan und Penida

Noch etwas mulmiger wird mir, als ich auf der Weiterfahrt nach Nusa Penida diese seltsamen Plattformen im Wasser entdecke.

Warum bitte fliegt man nach Indonesien, um sich anschließend den ganzen Tag immer und immer wieder mit einer Wasserrutsche zu bespaßen? Ich würde ja eher Schnorcheln, aber Diversivität ist ja sehr ‘in’.

Wenn es eine Alternative zu Bali sein darf, schau dir mal die Secret Gilis oder Nusa Penida an. Dort haben wir wundervolle Strände, (noch) unberührte Natur und freundliche Menschen kennengelernt.

Dieser schöne Teil der Reise neigt sich irgendwann leider dem Ende zu. Haben wir Bali nach unserer Ankunft noch so zügig es ging wieder verlassen, so war nun ein Aufenthalt in Ubud und Canggu geplant.

Smog, Tierquälerei & Müll – Reiseziel Bali

Am Ende unserer Indonesienreise geht es also zurück nach Bali. Ursprünglich wollten wir die gesamte Insel erkunden und hatten dafür am Ende unseres Urlaubs jede Menge Zeit eingeplant.

Um von Sighseeing Spot 1 zu Nummer zwei auf der Bucketlist zu kommen, braucht unser Fahrer gleich mehrere Stunden, obwohl nur wenige Kilometer Strecke dazwischen liegen. Der Verkehr auf Bali ist ein absoluter Albtraum, ich habe in Asien noch nie so lange zwischen zwei Punkten auf der Landkarte benötigt wie auf Bali.

Auf dem Weg zu einem Schaukelpark werden wir von unserem sorgfältig ausgewählten Guide, den mir seine deutsche Ehefrau vermittelt hat, die ich über eine Facebook-Gruppe kennengelernt habe, in einer Luwakplantage abgeladen. Warum du keinesfalls von dieser Kaffeespezialität probieren solltest, erfährst du in diesem Beitrag: Kopi Luwak und gequälte Katzen – der teuerste Kaffee der Welt

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Hier siehst du die einzelnen Produktionsschritte für den teuersten Kaffee der Welt…

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… und hier die Haltungsbedingungen

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Kopi Luwak auf Bali: Wenigstens werden die Tiere nicht in Isolation gehalten.

Solche tierschutzrelevanten Verhaltensweisen unterstütze ich nicht. Ich verlange sicher nicht, dass jeder meine vegetarische Lebensweise gut findet, aber hey: es geht hier um Kaffee, ein Genussgetränk. Dafür muss man keine Tiere in viel zu enge Käfige sperren und Nahrung vorenthalten, damit sie die Kaffeebohnen fressen und anschließend unverdaut, dafür aber mit Genussaroma, wieder ausscheiden.

Ich könnte ewig so weiter schreiben. Auch über den Müll auf Bali.

Das ist auch der Grund, warum ich bisher wenig bis gar nichts von unserer Zeit auf Bali berichtet habe. Außer ein paar Instagram-Fotos, die den Müll auf Bali deutlich zeigen.

Ich mag niemandem seine Lieblingsinsel schlecht schreiben, aber ich möchte auf den Umstand hinweisen, dass bald nichts mehr davon übrig sein wird, wenn wir unser Reiseverhalten nicht ändern und uns mehr Gedanken über die Auswirkungen von ‘now everyone can fly’, dem Motto einer populären asiatischen Fluggesellschaft, machen.

Denn wenn die Wegwerfmentalität auch vor unserem Reiseverhalten nicht Halt macht, dann sind unsere paradiesischen Urlaubsländern in naher Zukunft aufkonsumiert.

Darf man Bali heute noch guten Gewissens empfehlen?

Ganz klares NEIN! Bali, die Insel der Götter, ist geplagt von einer verheerenden Müllkatastrophe, hervorgerufen durch rücksichtslose Besucher, Urlauber und Touristen, die dabei sind, das einstige Paradies immer mehr zu verwüsten und Einheimische, die es nicht besser wissen.

Was meinst du zu Bali?

Bis bald!

Müll auf Bali: darf man die Insel der Götter heute noch als Reiseziel empfehlen? Das Bali Müllproblem.

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26 Kommentare

  1. 08/02/2019 / 13:18

    Oha, Bali hat sich ganz schön verändert. Ich war 1991 dort und damals war es noch ein Geheimtipp und ein echtes Paradies. Nur wenige Touristen verirrten sich auf die Insel der Götter, und wenn waren es überwiedgend Honeymooner, die in Kuta in den großen Hotels residierten und die Anlagen selten verließen.
    Ubud war ein Künstler dorf, dass max tagüber von Touristen aufgesucht wurde. Nachts teilten wir uns den Ort nur noch mit Einheimischen.
    Schade für die Insel.

    Liebe Grüße

    Liane/DieReiseEule

    • Isabel
      Autor
      08/02/2019 / 14:55

      Hey Liane,

      ja, sehr schade! Ich hätte es gerne auch in diesem ursprünglichen Zustand erlebt.
      Mir war bewusst, dass es auf Bali sehr touristisch ist, aber über viele Dinge war ich einfach nur schockiert.

      Liebe Grüße

    • Neve
      17/04/2019 / 16:39

      Also ich war jetzt im Dezember auf Bali und fand es der Hammer.Ich finde es schade,dass hier so negativ gesprochen wird.Müll hat es dort wo ich war echt nichts.Und wir sind 3 Wochen mit Rucksack herumgereist und haben klar auch die unschönen Situationen gesehen jedoch die gehören zu jedem Land dazu.
      Ich finde das Land braucht uns und anstatt abzuraten macht etwas dagegen helft diesen Menschen.

      • Isabel
        Autor
        17/04/2019 / 16:42

        Hallo Neve,
        wenn du meinen Blog aufmerksam liest, findest du Berichte aus verschiedenen Blickwinkeln über Bali. Das halte ich bei nahezu jedem Reiseziel so.
        Vielleicht sieht man in mehr als drei Monaten auch einfach mehr von Land und Insel als in ‚nur‘ drei Wochen 😉
        Ich mag Dir deine Erfahrungen gar nicht mies machen, aber die Augen davor zu verschließen, dass Bali von massivem Over-Tourismus geplagt ist, das mache ich nicht!

  2. 08/02/2019 / 13:42

    Erstmal etwas off topic: Mir gefällt das Layout deines Blogs total gut! Das wollte ich dir schon länger mal sagen. 🙂 Welches Theme verwendest du?

    Deinen Beitrag über den Kaffee und die Tierquälerei habe ich bereits gelesen und fand das einfach nur erschreckend und traurig! Aber gut, dass du darüber berichtest! Auch solche Themen sollen und müssen sogar angesprochen werden! Danke dir dafür!!

    Und nun zu diesem Beitrag: Ich bin echt schockiert! Ich kannte bisher nur diese typischen Traumstrand-Bali-Fotos.
    Ich finde es toll und wichtig, dass du auf deinem Blog auch über negative Erlebnisse auf Reisen berichtest. Das machen leider eh viel zu wenige …
    Für mich stand Bali zwar sowieso nie auf dem Plan, aber dennoch sehr gut und interessant zu wissen!

    Liebe Grüße
    Julie

  3. 08/02/2019 / 14:48

    Liebe Isabel,
    das Müllthema finde ich wirklich belastend – das geht mir auch bei unserem Kanada- oder USA-Reisen immer so. Auf Bali ist der Müll zwar sichtbarer, in Amerika aber auch allgegenwärtig.
    Viele Grüße von Sanne

    • Isabel
      Autor
      13/02/2019 / 10:56

      Hi Sanne,

      ja, die Müllproblematik ist sicher auf dem ganzen Globus präsent.
      Aber im oft so angepriesenen Bali ist es mir besonders aufgefallen.

      Liebe Grüße

  4. 08/02/2019 / 18:51

    Hey Isabel,

    ohje 🙁 Dein Beitrag beschreibt genau das, was uns von Bali fernhält: Müll und viel zu viel Tourismus für so eine kleine Insel.
    Wir haben uns aus diesen Gründen bewusst dagegen entschieden, nach Bali zu reisen, auch wenn die Insel selbst und das magische Flair dort uns total interessiert. Wirklich schade, dass es dort so aussieht, und dass auch die Urlauber, die es eigentlich besser wissen, dieses Problem dort so verschärfen.

    Ich finde es sehr wichtig, auch diese Seite der “Paradies-Regionen” und des Reisens allgemein zu beleuchten. Es ist nicht alles fröhlicher Sonnenschein, und wir Reiseblogger sollten aktiv daran mitwirken, Probleme zumindest nicht noch zu vergrößern. Danke für den Artikel!

    Liebe Grüße aus Panama – wo leider auch sehr viel Müll herumliegt 🙁
    Jan

    • Isabel
      Autor
      31/03/2019 / 11:49

      Hallo Jan,
      da kann ich dir nur zustimmen!
      Liebe Grüße und lasst es euch gut gehen in Panama!

  5. 09/02/2019 / 09:28

    Liebe Isabel,
    danke dir für diesen Beitrag, ein sehr schwieriges Thema… wir hatten auf Lombok auch einiges an Müll. Es war dennoch schön und die Mitarbeiter des Hotels haben den Strand wirklich täglich gereinigt. Ein Erlebnis bleibt mir wohl immer in Erinnerung: wir haben auch unserem Guide ein Getränk mitgebracht und als er fertig war, hat er seine Flasche einfach im Wald weg geworfen… Ich denke, dass den Menschen einfach nicht bewusst ist, was sie damit anrichten – den Touristen sollte das aber auf jeden Fall bewusst sein. Außerdem, wenn ich wo zu Gast bin, dann kann ich nicht einfach meinen Müll dort liegen lassen oder?? Echt schlimm…
    Liebe Grüße
    Ines

    • Isabel
      Autor
      09/02/2019 / 09:32

      Hallo Ines,

      ja, es scheitert an Bewusstsein dafür. Vielen ist einfach immer noch nicht bewusst, dass eine Plastikflasche keine Kokosnussschale ist 🙁

      Es hilft vermutlich nur immer und immer wieder das Gespräch zu suchen, was ich aber auch schwierig finde, denn wir Reisen ja nicht um Menschen in ihrem Land, in dem wir zu Besuch sind, zu belehren.

      Das Einschränken des eigenen Plastikkonsums im Urlaub und vor allem auch zu Hause kann ein Anfang sein.

      Liebe Grüße

  6. 09/02/2019 / 14:18

    Heftig! Ich war noch nie auf Bali und es reizt mich auch nicht wirklich, aber von zwei Freundinnen hab ich schon von dem Müll gehört. Eine hatte einen privaten Guide auch darauf angesprochen, warum er seine Zigaretten einfach auf den Waldboden wirft. Er war ziemlich verdutzt darüber, dass das jemand kritisiert. Es stellte sich im Gespräch heraus, dass er einfach nicht an morgen denkt, dass Zukunft und langfristige Folgen in seinem Denken nicht existieren. Das oft romantisierte “von heute auf morgen leben” hat eben auch die Seite, dass niemand an Dinge denkt, die in 10 Jahren dann sein werden.
    Sensibilisierung, Aufklärung und nachhaltiges Denken müsste schon implementiert werden, aber man sollte dabei eben auch die kulturellen Differenzen bedenken! LG Barbara

    • Isabel
      Autor
      09/02/2019 / 15:23

      Hallo Barbara,

      du sprichst einen wichtigen Aspekt an: kulturelle Differenzen.
      Ich sehe das auch so und tue mich schwer damit, Menschen in ihrem Land zu besuchen und ihnen dann zu erklären was falsch läuft und was sie besser machen könnten.

      Umweltverschmutzung kann ich meinen Augen allerdings kein Kulturgut sein.
      Es sind ja nicht nur die Zigaretten, sondern der hemmungslose Plastikkonsum in aller Welt, der unsere Meere und die Natur zerstört, auch wenn wir in Europa nicht allzu viel davon mitbekommen 🙁

      Liebe Grüße

  7. 10/02/2019 / 15:23

    Da krieg ich schon beim lesen solch eine Krawatte! Ich war 2008 auf Bali, vor 11 Jahren war das meine ich noch nicht so schlimm. Oder ich hab’s nicht wirklich mitbekommen, was natürlich auch sein kann. Dieses “bewusste hinschauen” hatte ich glaube ich damals noch nicht.

    Es ist einfach nur widerlich heutzutage, wenn etliche Touristen wie Heuschrecken über ganze Locations her fallen, sich nach einigen Stunden, Tagen oder Wochen wieder verpieseln und dann quasi eine einzige Müllhalde hinterlassen. Ich werde das niemals verstehen, dass ist ein absolutes No-Go Verhalten, was einem eigentlich vom Klein auf anerzogen werden sollte. Dein Beitrag schockt mich auf alle Fälle und wirft definitiv ein anderes Bild auf DIE Insel, die ich vor 11 Jahren eigentlich ganz schön gefunden habe 🙁

    • Isabel
      Autor
      10/02/2019 / 18:03

      Hallo Andreas,

      dann behalte das Bali wie du es kennengelernt hast so in Erinnerung.
      Ich hätte es gerne auch noch so erlebt, der Zug ist denke ich für lange Zeit abgefahren.
      Das, was zerstört ist, wieder in Ordnung zu bringen wird kaum möglich sein.
      Sehr schade!

      Liebe Grüße

  8. 10/02/2019 / 17:28

    Liebe Isabel,
    leider ist es nicht nur auf Bali so, sondern egal wo man hingeht. Auch wenn wir unser Verhalten ändern, so heißt das nicht, dass in den Ländern genauso darauf geachtet wird. Was natürlich keine Entschuldigung ist. Es müsste sich grundsächlich auf der ganzen Welt was ändern, damit dieses Problem beseitigt ist. Ich war auch von Bali damals enttäuscht. Es war nicht so, wie ich sie mir vorgestellt hatte.
    Liebe Grüße, Selda

    • Isabel
      Autor
      10/02/2019 / 18:08

      Hallo Selda,

      ja, da hast du natürlich recht!
      Auf Bali ist es mir leider extrem aufgefallen.

      Liebe Grüße

  9. Isabel
    Autor
    13/02/2019 / 11:02

    Hallo Julie,
    danke für die Blumen 💐

    Ich finde es immer wichtig alle Seiten und beleuchten und das versuche ich so oft wie möglich – auch wenn die schönen Erlebnisse meist überwiegen und ich gerne tolle Bilder von jeder Destination zeigen.
    Eine nette Ecke lässt sich ja fast überall finden 😊

  10. 13/02/2019 / 16:38

    Liebe Isabel,
    Dein Bericht hat mich ein wenig traurig zurückgelassen. Ja, ich hatte schon gehört von den vermüllten Stränden – aber so wie Du es geschildert hast, aus dem Bauch und Herzen heraus, wurde die reine Nachricht sehr eindringlich …
    Wie unendlich traurig es ist, dass wir es als Menschheit – im Gesamten – offenkundig nicht schaffen, die Schönheit unseres Planeten zu bewahren, ihn lebenswert zu erhalten.
    Ich frage mich das so oft, warum wir mit aller Macht an dem Ast sägen, auf dem wir sitzen. Ich bin wirklich keine dogmatische Nachhaltigkeits-Aktivistin … eher bemüht-beherzt halfway unterwegs …, aber manche scheinen ja selbst die einfachsten Regeln nicht zu kapieren: dass es möglicherweise unklug ist, Flüsse und Meere zu vermüllen und zu verseuchen … Atomwaffen aufzurüsten (und sogar einzusetzen!) … Menschen zu foltern … andere verwahrlosen zu lassen … Tiere auf breiter Front wirklich aufs Erbärmlichste zu missbrauchen (wie die Kaffeekatzen) …
    Und wir als Reiseblogger schauen in jeden Topf mal rein und tragen manchmal sogar dazu bei, Hotspots zu Schrottspots werden zu lassen. Deshalb bin ich Dir sehr dankbar für diesen ungeschönten Bericht abseits der “Very Instagrammable”-Blase.
    Viele Grüße!
    Ines-Bianca

    • Isabel
      Autor
      13/02/2019 / 17:15

      Hey Ines,

      ich liebe ja schicke Bilder von tollen Locations. Aber die Suppe versalze ich immer gerne mit realitätsnahen Eindrücken und Berichten.

      Mir macht es Spaß, Orte, Menschen und Situationen im besten Licht zu fotografieren, aber ein ehrlicher Bericht gehört meiner Ansicht nach auch dazu.

      Ich hoffe immer, dass ich diesem Anspruch an mich selbst gerecht werde.

      Danke für deinen Kommentar!

      Liebe Grüße

  11. 23/02/2019 / 10:19

    Das ist wirklich nicht schön mit dem Müll. Es sollte endlich ein für alle mal eine Plastik- oder Müllsteuer eingeführt werden. Plastik ist under größter Feind, für die Tiere ebenso wie für die Umwelt an sich. Plastik war früher vielleicht ein Segen für die Menschen, doch heute ist es ein Fluch. Plastikfrei leben – wie wäre es damit? Ich habe hierzu einen Artikel herausgebracht.
    Ganzwunderbare Grüße
    Melanie

    • Isabel
      Autor
      23/02/2019 / 12:53

      Hallo Melanie,

      wir leben zu Hause low waste, auch unterwegs verzichten wir auf Konsumgüter und umweltschädlichen Kram.

      Ganz plastikfrei schaffen wir es leider (noch) nicht.

      Liebe Grüße

  12. 24/02/2019 / 13:03

    Ich bin ganz bei Dir. Was an den Stränden und auch sonst im Land mit dem Müll passiert, ist unverantwortlich. In einer Sache muss ich Dir allerdings widersprechen: Diese schwimmenden Plattformen, auf die vornehmlich die Asiaten gebracht werden, finde ich gar nicht schlimm. Statt flächendeckend Strand und Korallen zu schädigen, sind sie so wenigstens auf kleinstem Raum unterwegs und richten keinen sooo großen Schaden an. In Borneo machen sie das mittlerweile auch so. Die Touristenzahlen sind halt vor allem auch wegen der immer mehr Reisenden aus Asien gestiegen. Und da kommt die Müllentsorgung in den meisten Ländern nicht hinterher.

    • Isabel
      Autor
      24/02/2019 / 18:48

      Hallo Sabine,

      danke dir für deinen Einwand! Der ist natürlich berechtigt und macht Sinn, wenn man es auf die Korallen bezieht. Das habe ich ja auch bemängelt, dass die Boote sich auf den Riffen an den Stränden teils festgefahren haben.
      Mir erschließt es sich nur tatsächlich nicht, warum ich für unnützen Wassersport bis ans Ende der Welt reise – aber die Chinesen haben es ja nicht ganz so weit.

      Die Müllentsorgung ist tatsächlich ein Problem. Wir versuchen unterwegs (zu Hause natürlich auch) so wenig wie nur möglich auf Wegwerfprodukte zurück zu greifen und nehmen das Unvermeidliche auch im Rucksack wieder mit nach Hause.
      Mit der Hoffnung, ein bisschen beitragen zu können.

      Liebe Grüße

  13. 04/03/2019 / 14:52

    Hallo Isabel und andere Reisende,

    Ich glaube wir sind nicht die erste die so eine Entscheidung machen mussten, wir würden super Dankbar für deine/eure Meinung.

    Wir sind eine multikulti Familie (Spanier+Belgierin) die wir uns seeehr lange uberlegen zu entscheiden wie sollten wir unseres „letzes“ Monat Elternzeit nützen.

    Wir sind knapp 40, mit 2 Töchter (werden fast 4 und 1 Jahr), schon in Sri Lanka (ohne Kinder) gereist und 3 Jahre in China gelebt/gearbeitet/gereist.

    Wir würden von 19 May bis 13 Juni vereisen.

    Wir hatten uns erst Thailand überlegt aber nach recherchiert, erscheint ist noch zu Heiß im Nord und fängt gerade an die Monsoon in Bangkok und die Andaman Küste.
    Unsere Interesse sind: Kultur, Essen, Menschen und Landschaft…und 1 Woche klares-„shallow“ Wasser Strand. Vom Dschungel und Tauchen sind wir aber nicht 🙂

    Unsere Budget ist limitiert deswegen haben wir als Ziel Südostasien.

    Als Referenz, wir hatten 2015 mit unseres erstes Tochter Kuba 3 Wochen vereist.
    Dort sind wir gut mit der Hitze (Klima aber nachts war Pflicht:-))gut gegangen.
    Backpacker aber mit Kleine Kinder, braucht man schon eine gewisse Komfort.
    Falls Interesse auf Kuba, also gerne mich kontaktieren.

    Wir haben uns dann nach Malaysia entschieden obwohl mittendrin in Ramadan unsere Reise wird stattfinden.

    Wir haben geplannt:
    21-23 May volle Tage in Singapur (unsere Flüge:hin FRA-SIN, rück KUL-FRA via SIN)
    24 Reise nach Malakka
    25-26 volle Tage in Malakka
    27 Reise nach Penang
    28-30 Penang

    Und dann sind wir am Zwifel ob:

    A)
    31 May fliegen nach Bali via stop in Kuala Lumpur, Taxi von Depansar nach Ubud
    1-4 Juni volle Tage in Ubud
    5 Reise nach Nusa Lembongan
    6-9 Nusa Lembongan
    10 Reise nach Kuala Lumpur
    11-12 Kuala Lumpur
    13 Rückflug Abends nach Frankfurt
    B)
    31 fliegen von Penang nach Kotha Baru oder fahren mit zwischen Stopp Übernachtung
    1Juni Reisen nach Perhentian Besar
    2-9 Perhentian Besar
    10 Reise nach Kuala Lumpur
    11-12 Kuala Lumpur
    13 Rückflug Abends nach Frankfurt

    Vielen lieben Dank und Es tut mir Leid für so einen laaange Text… aber wir sind nicht nicht die Reichste (normale MittelstandFamilie) dass wir in Zukunft jedes Jahr so ein Fernreise gönnen können. 🙂

    Auch sorry für mein Deutsch! 🙂

    Über Spanien vor Allem Andalusien könnte ich auch gerne mal helfen.

    Javier.

    P.S.

    3 Sachen machen wir Sorge:
    1) Sandfliegen und Sea Lice
    2) Ramadan könnte ein Handicap sein
    3) Lohnt sich Bali? Die Natur/Landschaft, und Kultur dort sehen einzigartig aus

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